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Donnerstag, 17. Mai 2012

Präs. Gottweis: Klares "Nein" zur Ausweitung der Kindergartenpflicht

 

Utl.: "Zwangskindergarten" für zweijährige weder finanziell noch gesellschaftspolitisch wünschenswert =

Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilte heute die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes LAbg. Andrea Gottweis dem Vorschlag von Grünen-Chefin Glawischnig, die Kindergartenpflicht ab dem zweiten Geburtstag von Kindern einzuführen.

Ein "Zwangskindergarten" für Kleinkinder kommt für den Österreichischen Familienbund nicht in Frage, stellte Gottweis klar. Dies sei weder gesellschaftspolitisch wünschenswert, noch ansatzweise von der öffentlichen Hand finanzierbar. Der Familienbund sieht selbstverständlich im Kindergarten eine wichtige pädagogische Einrichtung, vor allem im letzten Jahr vor Schuleintritt. Wie viele Jahre Kinder vor der Schule den Kindergarten besuchen, müsse aber ausschließlich in der Verantwortung der Eltern liegen, betonte Gottweis. Gerade Kleinkinder bedürfen in den ersten Lebensjahren einer familiären Atmosphäre, um sich optimal entwickeln zu können.

   Ist eine Tagesmutterbetreuung bei Kleinkindern nicht möglich, so muss institutionelle Kleinkindbetreuung höchste Qualität und speziell ausgebildete Pädagoginnen bieten. Betreuungsschlüssel, die sich an den neuesten Erkenntnissen der Kleinkindentwicklung orientieren, bedeuten für max. fünf Kinder für eine Betreuerin. Davon sei die tägliche Betreuungsrealität weit entfernt. Es sei daher unverantwortlich politisches Kleingeld auf dem Rücken unserer Kinder machen zu wollen, kritisierte die Familienbund-Präsidentin abschließend. 
Rückfragehinweis:    Österr. Familienbund, Tel: 0676/5281585